Shito-Ryu-Lehrgang mit Marco Eisele


Die Karateschule Bad Säckingen hat am Samstag, 8. Februar, in der Halle am Schulzentrum in Bad Säckingen zum Lehrgang mit dem Wettkampfathleten Marco Eisele, Träger des 6. Dan, eingeladen. Der beinahe 50-jährige erfolgreiche Turnierteilnehmer und mehrfache Deutsche Meister beeindruckte die Karateka durch seine sympathisch-gewitzte Art und sein breites Wissen sowie seine lockere und dennoch fundierte Art der Wissensvermittlung.

Die Karateka vom Hochrhein trainieren Shotokan und machten bei diesem Lehrgang einen ersten Exkurs in die Stilrichtung Shito Ryu. Da Marco selbst mit Shotokan begonnen hat, konnte er aus eigener Erfahrung die Unterschiede begreiflich machen und helfen, die Automatismen zu durchbrechen und sich auf Neues einzulassen. Einige Stände unterscheiden sich beispielsweise und auch die Ausführung der Armtechniken. Aber auch schon die Art, sich vor der Kata aufzustellen, ist eine völlig andere.

Konzentration und Koordination sind wichtige Bestandteile des Karate und zeitgemäße Trainer sind immer bestrebt, erlernte Routinen bei den Schülern zu stören, damit der Geist wach bleibt. Auch unter diesem Gesichtspunkt war der Lehrgang eine wertvolle Erfahrung. Wurde doch die Kata Kanku Dai auf eine ganz neue Weise geübt, im Shito Ryu heißt sie Kosokun Dai.

Wenige Elemente sind in beiden Stilrichtungen identisch, der größte Teil unterscheidet sich jedoch erheblich. Vor allem, was die Ausführung des Shuto-Uke und die Ausholbewegungen angeht. Die bevorzugte Beinstellung war der Neko ashi dachi, der im Shotokan nur sparsam eingesetzt wird und der deshalb bei einigen Teilnehmern nicht nur ein Umdenken erforderte, sondern auch Muskelkater hervorgerufen haben dürfte.

Marco leitete drei Trainingseinheiten, bei denen die Zeit wie im Fluge verging. Er gab einen beeindruckenden Einblick in seine Wettkampferfahrungen und brachte den Teilnehmern eine bekannte Kata auf ganz neue Art bei. Auch Bunkai und weitere Tipps waren Teil des Trainings. Jeder konnte seine Fragen stellen und alles selbst mit genügend Zeit ausprobieren. Zum Schluss begeisterte Marco mit der Vorführung von zwei seiner Wettkampfkatas, die er bei der nächsten Meisterschaft zeigen wollte.

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